Tod... das Ende... man kann es bezeichnen, wie man will, aber es wird immer auf einen zukommen, auf den einen Früher, auf den Anderen Später
Auch muss der Tod nicht unbedingt "Der Tod" sein, also das ende des Lebens, sondern etwas anderes.
Bei mir war es das Ende meiner Beziehung, was mich in einer gewissen Weise hatte sterben lassen.
Was macht man, wenn die Beziehung endet, nun die Antwort ist leicht, einer Leidet, während der andere meistens einfach weitergehen kann.
Natürlich gibt es auch noch andere Konstellationen, aber diese war meine. Ich wurde verlassen, nach drei Jahren und das im Grunde wegen eines Anderen, in den meine jetzige Ex-Freundin verliebt ist und ihn auch liebt.
Derjenige, der über Gefühle urteilt bin ich nicht und möchte ich auch nicht sein, auch wenn man versucht dagegen anzukämpfen, aber gegen das Stärkste der Gefühle kann man sich nicht wehren.
Es waren drei Schöne Jahre, die ich nicht missen möchte und die besten meines Lebens.
Jetzt... bin ich hier und sie hat eine Leiche auf ihrem Weg zurückgelassen: mich.
Nun, wie heißt es aber so schön: Totgesagte leben Länger
Vielleicht klingt das jetzt erstmal sehr übertrieben, aber für mich war es so: Eine Leiche auf einem Weg in ein vielleicht besseres Leben.
Ich versuche nicht zu urteilen, was passiert ist und wie es dazu kam, es ist einfach so und ENDE.
Ziel hiervon soll es sein, den Werdegang von mir zu beschreiben, wenn man am Ende ist, wenn man tot ist... wenn.
Lazarus hat es uns vorgemacht (und das ist zum ersten mal, das ich was Biblisches erwähne) und ich werde es ihm nachtun. Wieder aus dem Grab herauskommen, gerade weil ich bis zum Schluss kämpfe und nicht tot bleiben möchte.
Eine Leiche die aber niemanden das Leben schwer machen möchte, sondern aufsteigt zu etwas besserem, zu etwas stärkerem.
Nach so einem Erlebnis möchte man stärker werden und das hier soll diesen Werdegang beschreiben zum stärker werden.
Denn jemand der im Grunde schon im Grab liegt, kann nicht wirklich tiefer sinken, aber sich danach dort herauszubuddeln um höher und höher zu steigen... das zeigt viel mehr stärke, als sich einfach in was neues zu flüchten.
Gerade bin ich aus meinem Sarg geklettert und befinde mich zum ersten mal wieder an der Oberfläche, aber das ist der erste Schritt: Nicht liegen blieben, sondern zurück finden.
Nur wie schafft man diesen ersten Schritt, wenn man im Grab liegt?
Einfach ist er nicht, das habe ich selber festgestellt, aber es ist mit der wichtigste überhaupt.
Statt zu sehen, was man in der Vergangenheit durch diesen Verlust verloren hat, soll man sich lieber als Vorsatz setzten, was daraus gut war
Für mich waren es die drei schönsten Jahre, die ich irgendwann mal überbieten möchte
Ich habe mehr Freunde, Begleiter und Weggefährten, die in solchen fällen für einen da sind.
Sie buddeln dich nicht aus, sondern reichen dir die Hand, annehmen musst du sie selber und dann werden sie dich stützen, aber nicht führen.
Dir den Weg zeigen, aber gehen kann und muss man ihn erstmal alleine.
Das in dieser Situation zu begreifen ist schwer, tut weh und ist verdammt hart, weswegen man was haben muss, auf das man Bauen kann.
Bei mir sind es die drei Jahre und meine Freunde, die mich wieder alleine laufen sehen wollen, vielleicht auch wie ich renne. Auf die Nase zu fallen ist nicht falsch, denn dann sind sie wieder da und helfen dir auf.
So... also jetzt sind wir an der Oberfläche, haben Freunde um uns herum und haben etwas, auf was wir von der Vergangenheit aufbauen wollen, jetzt fehlt nur noch ein Ziel: Meins ist stärker werden und zwar viel stärker.
Irgendwann möchte ich auf dieses Grab, in dem ich lag, von einem Berg herunterschauen und dann grinsen. Breit Grinsen um zu sehen, wie stark ich geworden bin, um von da unten wieder nach oben zu kommen und zwar noch höher als zuvor.
Begleitet mich auf diesem Weg und... willkommen zurück an der Oberfläche
zurück in meinem Leben, in meinem Spiel, in der gesammelten Partitur der Welt, die darauf wartet von dem Berg aus dirigiert zu werden...
Nach fünf Jahren bin ich also wieder hier und schreibe mir alles von der Seele
und es macht mich stolz den weg hier her wieder gefunden zu haben, in meine eigene Welt
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