24 März 2019

Geh und heb dein Grab aus

Dieser Titel ist eigentlich ein Lied von einer sehr coolen Band, die ich sehr gerne höre und mir auch in dieser Zeit ziemlich viel beistand gibt.
Doch was hat es mit diesem Titel auf sich, dass ich diesen hier erwähne... für mich beschreibt es die Zeit, in der ich Gekämpft habe und doch habe ich mich mit jeder Aktion in dieser Zeit weiter mein Gab selbst ausgehöhlt.
Ja, ich habe Fehler in dieser Zeit gemacht, auch unverzeihliche für die ich mich schäme... aber nichts war so schlimm wie die Gewissheit, dass ich mir mein Grab geschaufelt habe und dann hat nur noch der Schubs gefehlt.
Schon lag ich in meinem eigenen, selbst geschaufelten Grab und Sarg, füllte ihn auf befehl hin aus...
>>Geh und füll dein Grab aus, mein Freund<<
Wortwörtlich sozusagen.
Danach lag ich da, der Deckel kam dann noch auf den Sarg und dann lag ich schon unter der Erde,
Kalt und einsam ist es da.
Dieses kalte Gefühl, werde ich nie vergessen. Egal ob unter der heißen Dusche oder unter einer Decke, sie verging einfach nicht.
Immer war mir kalt, ich zitterte und hatte eine Gänsehaut, weswegen ich mich zusammen kauerte und versuchte es zu ignorieren.
Im nachhinein hab ich herausgefunden, dass es keine normale Kälte war, die mich von nun an immer begleitet und mir sogar hilft die kälte am Morgen ohne Jacke zu ertragen: Gefühlskälte.
Das ist im Grunde das Erbe, was mir mitgegeben wurde in mein Grab und mit dem ich jetzt leben muss.
Und jetzt liege ich hier im Dunkeln, mir ist kalt von meinen Gefühlen und habe Angst. Panische Angst.
Meine Atmung beschleunigt sich, dass ich immer schneller und mehr die Luft einatme bis es mir plötzlich den Hals zunschnürt und ich Angst bekomme zu ersticken.
Eingeengt, alleine und im dunkeln, liegt man da im Sarg und muss sich erstmal herauskämpfen.
Doch, wie kommt man aus einem Sarg, der unter der Erde ist?

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